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gebrauchsfertige Dispersionslösung (5 mg/ml Ameisensäure, 44 mg/ml Oxalsäure-Dihydrat) zur Bekämpfung der Varroose im Bienenvolk. Ein Produkt auf Basis einer Kombination von natürlichen Komponenten mit den Wirkstoffen von Oxal- und Ameisensäure
Art-Nr.
Bezeichnung
Artikeltyp
wässrige Dispersion, Tierarzneimittel, Behandlungsmittel gegen Varroose
Ameisensäure
5 mg
44 mg entspricht 31,42 mg Oxalsäure
Zieltierart
Honigbienen (Apis mellifera)
Anwendungsgebiet
Dosierung
Wartezeit für Honig
0 Tage
1 Flasche
Packungsgewicht ca.
0,71 kg
Das Tierarzneimittel sollte nur als Teil eines integrierten Varroa-Kontrollprogramms eingesetzt werden. Die Milben-Befallsstärke sollte regelmäßig überwacht werden. Die Wirksamkeit wurde nur in Völkern mit niedrigem bis moderatem Milbenbefall untersucht.
Nach der Behandlung wurden Arbeiterinnen mit hervorstehendem Saugrüssel beobachtet. Dies könnte mit einem unzureichenden Zugang zu Trinkwasser in Zusammenhang stehen. Stellen Sie daher sicher, dass behandelte Bienen ausreichend Zugang zu Trinkwasser haben. Die langfristige Verträglichkeit des Tierazneimittels wurde nur über einen Zeitraum von 18 Monaten untersucht, d. h., negative Auswirkungen des Tierarzneimittels auf Bienenköniginnen oder die Entwicklung des Volks nach längeren Behandlungszeiträumen können nicht ausgeschlossen werden. Es wird empfohlen, regelmäßig zu überprüfen, ob die Königin vorhanden ist. Vermeiden Sie es jedoch, die Völker in den Tagen nach der Behandlung zu stören. Alle Bienenvölker, die sich am gleichen Standort befinden, sollten gleichzeitig behandelt werden, um das Risiko eines erneuten Befalls zu minimieren.
Dieses Tierarzneimittel reizt Haut und Augen. Vermeiden Sie den Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkleidung, säureresistenten Handschuhen und einer Schutzbrille tragen. Ziehen Sie stark kontaminierte Kleidung so schnell wie möglich aus und waschen Sie sie vor dem nächsten Tragen. Im Falle einer unbeabsichtigten Exposition der Haut waschen Sie die betroffenen Stellen unverzüglich unter fließendem Wasser. Im Falle einer unbeabsichtigten Exposition des Auges/der Augen spülen Sie das Auge/die Augen unverzüglich unter klarem fließenden Wasser 10 Minuten lang aus. − Kinder sollten mit diesem Tierarzneimittel nicht in Kontakt kommen. Ein unbeabsichtigter Verzehr kann zu Nebenwirkungen führen. − Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ameisensäure oder Oxalsäure sollten das Tierarzneimittel vorsichtig anwenden. − Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.
Keine bekannt. Die gleichzeitige Anwendung anderer Akarizide sollte vermieden werden, da eine erhöhte Toxizität für die Bienen die Folge sein kann.
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
Nicht während der Tracht anwenden.
In den klinischen und präklinischen Prüfungen wurde nach der Behandlung mit VarroMed sehr häufig eine erhöhte Mortalität der Arbeiterinnen beobachtet. Dieser Effekt ist vermutlich auf die Oxalsäure in VarroMed zurückzuführen und nimmt mit zunehmender Dosis und/oder wiederholten Behandlungen zu. Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert: - Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Völkern zeigen Nebenwirkungen) - Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Völkern) - Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Völkern) - Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Völkern) - Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Völkern, einschließlich Einzelfallberichte).
Nicht zutreffend.
Zur Anwendung im Bienenvolk. Zum Aufträufeln auf Bienen in besetzten Wabengassen der Brutkammer. Dosis: Vor Gebrauch gut schütteln. Die Dosis sollte sorgfältig an die Volkstärke angepasst werden (siehe Dosierungstabelle). Bestimmen Sie die Volkstärke und Anzahl der zu behandelnden, bienenbesetzten Wabengassen und wählen Sie die korrekte, erforderliche Menge des Tierarzneimittels. Es gilt das folgende Dosisschema: Anzahl Bienen: 5.000 – 7.000: 15 ml VarroMed 7.000 – 12.000: 15 bis 30 ml VarroMed 12.000 – 30.000: 30 bis 45 ml VarroMed > 30.000: 45 ml VarroMed Die Anwendung des Tierarzneimittels gemäß dem oben aufgeführten Dosierungsschema gilt nur für Beuten mit vertikalen Zargen, auf die von oben zugegriffen werden kann, da die Behandlung von Bienen in anderen Beutetypen nicht untersucht wurde. Das Mehrdosenbehältnis verfügt über eine Dosierungsskala zur genauen Dosierung. Behandlungshäufigkeit: Eine wiederholte Anwendung des Tierarzneimittels in Abständen von 6 Tagen kann während der Behandlung im Frühling und Herbst erforderlich sein. Wiederholte Anwendungen sollten nur bei Milbenfall in Übereinstimmung mit der nachfolgenden Tabelle durchgeführt werden: Frühling: Anzahl der Anwendungen: 1x oder 3x Grenze für die erste Behandlung: Die Behandlung sollte zu Beginn der Jahreszeit mit zunehmender Volkstärke durchgeführt werden, wenn der natürliche Milbenfall mehr als 1 Milbe pro Tag beträgt. Wiederholte Behandlung: Die Behandlung sollte 2 x wiederholt werden (d. h. max. 3 Behandlungen), wenn innerhalb von 6 Tagen nach der ersten Behandlung mehr als 10 Milben auf dem Boden gefunden werden. Herbst: Anzahl der Anwendungen: 3x bis zu 5x Grenze für die erste Behandlung: Die Behandlung sollte so früh wie möglich im Spätsommer/frühen Herbst mit abnehmender Volkstärke durchgeführt werden, wenn der natürliche Milbenfall mehr als 4 Milben pro Tag beträgt. Wiederholte Behandlung: Die Behandlung sollte zweimal im Abstand von 6 Tagen wiederholt werden (d. h. 3 Anwendungen). Die Behandlung sollte zwei weitere Male durchgeführt werden (d. h. maximal 5 Behandlungen), wenn innerhalb von 6 Tagen nach der dritten Behandlung mehr als 150 Milben (bei Völkern ab dem zweiten Jahr) oder mehr als 90 Milben (Ablegervolk im ersten Jahr) auf dem Boden gefunden werden. Winter (brutfrei): Anzahl der Anwendungen: 1x Grenze für die erste Behandlung: Die Behandlung sollte zu Beginn der brutfreien Phase in Völkern mit Varroa-Befall durchgeführt werden. Wiederholte Behandlung: Nicht zutreffend (nur einmalige Behandlung). Hinweise für die richtige Anwendung Zeitpunkt der Verabreichung: das Tierarzneimittel sollte vor allem in Zeiten angewendet werden, in denen die Bienen eine geringe Flugaktivität haben (später Nachmittag, Abend). Dunkelheit erleichtert die Verteilung des Tierarzneimittels zwischen den Bienen. Um Überdosierungen einzelner Bienen zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, das Tierarzneimittel gleichmäßig über die Bienen zu verteilen, insbesondere bei der Wintertraube. Das Tierarzneimittel sollte nicht während der Tracht, oder wenn Honigräume aufgesetzt sind, angewendet werden. Vor Gebrauch sollte das Tierarzneimittel auf 25 °C bis 35 °C angewärmt und gut geschüttelt werden. Es wird empfohlen, vor Verabreichung des Tierarzneimittels die Wachsbrücken am oberen Teil der Rähmchen zu entfernen. Heben Sie die Rähmchen während und bis etwa eine Woche nach der letzten Behandlung nicht an. Um den Grad des Varroa-Befalls in einem Volk zu bestimmen, muss der Milbenfall überwacht werden: der Milbenfall auf dem Boden der Beute sollte vor der ersten Behandlung und bis zu 6 Tage nach jeder Behandlung erfasst werden.
72 Stunden (h) nach Verabreichung einer 10-prozentigen Oxalsäure-Dihydrat-Lösung in 50-prozentiger Zuckerlösung wurden dauerhafte Läsionen in Verdauungs- und Ausscheidungsorganen beobachtet. Oxalsäure-Konzentrationen von 20 % in 50-prozentiger Zuckerlösung führten zu einer akuten Bienensterblichkeit von mehr als 60 %. Im Falle einer unbeabsichtigten Überdosierung (z. B. Verschütten großer Mengen des Tierarzneimittels in einem Volk) ist die beste Gegenmaßnahme das Austauschen der Bienenbeute und die Reinigung der Zargen mit Wasser von allen sichtbaren Spritzern der Dispersion.
Honig: Null Tage.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Ectoparasitizide zur topischen Anwendung, einschließlich Insektizide, organische Säuren, Kombinationen. ATCvet-Code: QP53AG30. Es wird angenommen, dass Ameisensäure Varroamilben abtötet, indem sie den Elektronentransport in deren Mitochondrien durch Bindung der Cytochrom-c-Oxidase hemmt, wodurch der Energiestoffwechsel gehemmt wird. Ameisensäure kann nach Verdunsten in der Luft des Bienenstocks (mindestens 500 ppm) einen neuroexzitatorischen Effekt auf die Neuronen von Arthropoden haben. Es liegen keine Daten vor, die diese Aktivität nach Aufträufeln von 0,5-prozentiger Ameisensäure bestätigen. Es wird jedoch angenommen, dass die Ameisensäure in der fixen Kombination des Tierarzneimittels die Dauer der Wirkung der Oxalsäure verlängert und die Verträglichkeit des Tierarzneimittels verbessert. Die Wirkweise von Oxalsäure gegenüber Varroamilben ist nicht bekannt. Allerdings ist ein direkter Kontakt der Milben mit der Oxalsäure erforderlich. Es wird angenommen, dass die Oxalsäure über den direkten Kontakt oder den Verzehr von Oxalsäure enthaltender Hämolymphe wirkt. Die akarizide Wirkung dürfte vor allem auf den niedrigen pH-Wert der Formulierung zurückzuführen sein. Behandlungen mit in Wasser verabreichter Oxalsäure sind unwirksam, aber die Verabreichung in Zuckerwasser verstärkt durch die bessere Anhaftung an den Bienen die Wirksamkeit.
Die Pharmakokinetik des Tierarzneimittels wurde nicht untersucht. Allerdings zeigen Daten aus der Literatur, dass Oxalsäure nach topischer Anwendung in therapeutischen Dosen unter normalen Bedingungen der Bienenhaltung begrenzt resorbiert wird. Daten zeigen auch, dass Oxalsäure von Bienen aufgrund einer erhöhten Körperpflege nach Auftragen auf die Haut oral aufgenommen werden kann, was zu einer erhöhten Toxizität führen könnte. Die Pharmakokinetik von Ameisensäure bei Bienen ist nicht bekannt.
Ammonsulfit-Zuckerkulör (E150d) Zuckersirup Propolis-Tinktur 20 % Sternanisöl Citronenöl Citronensäure-Monohydrat Gereinigtes Wasser (Ph Eur.).
Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre. Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 30 Tage.
Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen.
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